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Zur Sache Schätzchen (Go for it, Baby)

Filmdaten

Dreharbeiten: 13.7.67 - 11.8.67

Drehorte: München und Umgebung

Uraufführung im Kino: 4.1.1968

Film-Länge: 80 Minuten

Filmverleih: Alpha Filmgesellschaft

Filmpreise: Drei Bundesfilmpreise (Filmband in Gold 2x für Werner Enke, 1x für May Spils), "Preis der 15", "Bambi" für Uschi Glas, "Goldene Leinwand" für mind. 3 Mio. Zuschauer in 18 Monaten, u.w.


Kinoplakat von Zur Sache Schätzchen mit Uschi Glas in weissem Mieder sowie Rainer Basedow und Joachim Schneider als Polizisten auf der Polizeiwache mit dem Untertitel - Ein Film der schnell zur Sache kommt
Bild: Kinoplakat von "Zur Sache Schätzchen"


Inhalt / Handlung

Die Polizei-Komödie zeigt 24 Stunden aus dem Leben von Martin (Werner Enke), einem Lebeleicht aus dem Münchner Stadtteil Schwabing, der sich den Lebensunterhalt als Schlagertexter verdient.

Stadtneurotiker und ausgebuffter Pseudophilosoph Martin hat keine Lust zum Aufstehen. Statt Ordnung und Unterordnung in sein Leben zu bringen, lebt er lieber in den Tag hinein.


Martin alias Werner Enke rezitiert Wilhelm Busch im stillen Kämmerlein im Film Zur Sache Schätzchen
Foto: Martin (Werner Enke) rezitiert Wilhelm Busch


Nicht einmal der Einbruch in einem Fernsehladen gegenüber von seinem Fenster interessiert ihn. An seinem Geburtstag am darauffolgenden Tag muss ihn sein Freund Henry (Henry van Lyck) dazu überreden, den nächtlichen Einbruch bei der Polizei zu melden.

Doch auf dem Polizeirevier zeigt Martin ein solches Desinteresse und eine Lustlosigkeit bei der Aufklärung des Falles, dass die beiden ermittelnden Polizisten (Rainer Basedow, Joachim Schneider) ihn selbst für verdächtig halten.

Martin gelingt es, aus dem Polizeirevier zu entkommen und er ist fortan auf der Flucht vor der Polizei. Bei einem Schwimmbad-Besuch reißt Martin mit seinen frechen Sprüchen und pseudophilosophischen Weisheiten die hübsche Barbara (Uschi Glas) auf.


Henry van Lyck und Werner Enke becirchen im Schwimmbad die flotte Barbara alias Uschi Glas im Film Zur Sache Schätzchen
Foto: Martin und Henry becircen im Schwimmbad die flotte Barbara (Uschi Glas)


Um ihr zu imponieren, treibt er auf einer anschließenden Angebertour im Tierpark und bei einem Spaziergang im Grünen allerlei Verbotenes mit seinen braven Mitbürgern und der Obrigkeit. In der Straßenbahn bringt er Barbara das Fummeln bei.


Martin alias Werner Enke bringt Barbara alias Uschi Glas das Fummeln in der Strassenbahn bei im Film Zur Sache Schätzchen
Foto: Martin (Werner Enke) bringt Barbara (Uschi Glas) das Fummeln bei


Als es der Polizei gelingt, Martin bei seiner Rückkehr nach Hause zu verhaften, hilft Barbara ihm aus der Polizeiwache zu entkommen, indem sie die Polizisten mit einem gewagten Striptease ablenkt.


Auf der Polizeiwache lenkt Barbara alias Uschi Glas den Polizei-Chef Rainer Basedow beim Verhör von Martin alias Werner Enke mit einem Striptease ab im Film Zur Sache Schätzchen
Foto: Die flotte Barbara (Uschi Glas) lenkt den Polizei-Chef (Rainer Basedow) in der Polizeiwache beim Verhör von Martin mit einem gewagten Striptease ab


So bekommt Martin immer noch mehr Ärger mit der Polizei, die für Lebenskünstler wie ihn wenig übrig hat. Bei einem Showdown mit der Polizei wird Martin angeschoßen als er gelangweilt mit einer Pistole herumfuchtelt.

Er gratuliert dem Polizisten zu seinem Glück, dass er nur einen Streifschuss abbekommen hat, mit den Worten: "Na, da hammse ja noch mal Schwein gehabt."


Cinema-tographische Notizen

Die skurrile, deutsche Polizei-Komödie zeichnet ein authentisches Portrait der Berufsanarchos und Revoluzzer sowie des Lebensgefühls junger Menschen Ende der 60er Jahre im Münchner Stadtteil Schwabing.

Der inzwischen zum Klassiker avancierte Paradestreifen aus der Zeit vom Neuen Deutschen Film lockte über 6,5 Millionen Zuschauer in die west-deutschen Kinos.

"Zur Sache Schätzchen" brachte Uschi Glas den Spitznamen "Schätzchen der Nation" und Werner Enke das Pseudonym "Fummler vom Dienst" ein.


Pressefoto von Werner Enke und Uschi Glas in einem weißen BWM 327 Cabrio mit offenem Verdeck
Presse-Foto: Werner Enke und Uschi Glas in einem offenen BWM 327 Cabrio


Von zahlreichen Zitaten und flotten Sprüchen in "Zur Sache Schätzchen" sind v.a. die Begriffe "fummeln" oder "Dumpfbacke" und der Spruch "Es wird böse enden" berühmt geworden.


Über den Regisseur

"Zur Sache Schätzchen" war das Spielfilm-Debüt der jungen May Spils (eigentlich Maria-Elisabeth Maier-Spils) aus Twistringen bei Bremen. Sie war seinerzeit die einzige Filmemacherin und Regisseurin in der alten Bundesrepublik Deutschland.

May Spils drehte 1966 zwei auf Filmfestivals sehr erfolgreiche Kurzfilme (Das Portrait, Manöver) und danach nur noch Langfilme (Spielfilme) mit Werner Enke in der Hauptrolle.

Auf den Kino-Millionenerfolg 1968 "Zur Sache Schätzchen" folgten 1970 "Nicht fummeln Liebling", 1974 "Hau drauf, Kleiner" und 1979 "Wehe, wenn Schwarzenbeck kommt.


Über den Hauptdarsteller

Werner Enke besuchte zunächst eine Schauspielschule und spielte dann in TV- und Kurzfilmrollen.

1967 erhielt er in "Mord und Totschlag" (Regie: Volker Schlöndorff) seine erste Spielfilmrolle.

In den späteren Jahren spielte er nur noch in den Spielfilmen seiner Lebensgefährtin May Spils mit.


Martin alias Werner Enke führt Barbara alias Uschi Glas auf dem Bett sitzend sein selbst gemachtes Daumenkino vor - komm zur Sache Schätzchen
Foto: Martin (Werner Enke) führt Barbara (Uschi Glas) sein Daumenkino vor → Komm zur Sache Schätzchen !


Auf den Spruch "Es wird böse enden" und das Daumenkino im Film "Zur Sache Schätzchen" geht der Titel und die Idee für das Strichmännchen-Comic-Buch von Werner Enke zurück.

 

Film-Trailer, DVD, Blu-ray

Bei Youtube gibt es jetzt den original Kino-Trailer vom Film "Zur Sache Schätzchen" in HD:
https://www.youtube.com/watch?v=BX9ix2yJjYY


Titel-Bild vom Youtube-HD-Trailer vom Spielfilm Zur Sache Schätzchen
Bild: Titel vom Youtube-Trailer von "Zur Sache Schätzchen"


Seit 2013 gibt es den Film "Zur Sache Schätzchen" digital restauriert im 16:9-Format als Video-DVD und Blu-ray in Buchläden und im Internet zu kaufen.


Vorderseite (Cover) der DVD Zur Sache Schätzchen mit Schwarzweiß-Foto der Köpfe von Werner Enke und Uschi Glas nebeneinander sitzend in der Straßenbahn aus der Fummeln-Szene im Film, folgende Beschriftung befindet sich auf dem DVD-Cover: Werner Enke, Uschi Glas, Henry van Lyck, zur Sache Schätzchen, Ein Film von May Spils, Der Filmklassiker - Digital Restauriert, 6,5 Millionen Kinozuschauer, 3 Bundesfilmpreise für May Spils und Werner Enke, Goldene Leinwand, Bambi 1969 für Uschi Glas, Logo der Deutschen Film- und Medienwertung FBW Prädikat wertvoll und Logo Ascot Elite Home Entertainment
Rückseite der DVD Zur Sache Schätzchen mit Schwarzweiß-Standfotos und Szenen-Fotos aus dem Film, folgende Beschriftung befindet sich auf der Rückseite: Der Kultfilm Zur Sache Schätzchen war 1968 der Überraschungshit an den Kinokassen. Mit 26 Jahren präsentierte May Spils dem staunend-amüsierten Publikum als erste deutsche Regisseurin der Nachkriegsgeneration eine Komödie, die frech und frisch den Zeitgeist traf und lange mitbestimmte. Werner Enke verkörpert sein Alter Ego, den verschlafen-dynamischen Nichtstuer Martin, der die Welt mit pseudo-philosophischen Sprüchen beglückt und in den Tag hinein lebt, wenn nicht gerade Polizisten und andere Zeitgenossen verärgert werden. Es wird böse enden ... ist Martins Devise. Aber dann wirbelt die Begegnung mit Barbara (Uschi Glas), knackige und wohlbehütete Tochter aus gutbürgerlichem Hause, mit der man so schön fummeln kann, sein Leben fröhlich durcheinander. Zur Sache Schätzchen ist ... einfach unterhaltend, komisch, dabei intelligent. DIE WELT. Inkl. 12-seitigem Booklet. Logo der FFA Filmförderungsanstalt German Federal Film Board mit Hinweis Die Restaurierung des Films wurde ermöglicht durch die Digitalisierungsförderung der FFA, Logo Scanwerk Digitalisierung/Restaurierung: Scanwerk, Werner Enke, Uschi Glas, Henry van Lyck, Inge Marschall, Helmut Brasch, Rainer Basedow, Martin Lüttge, Joachim Schneider, Ursula Bode, Sascha Strigl, Johannes Buzalski, Fritz Schuster, Elisabeth Volkmann, Horst Pasderski, Erwin Dietzel, Li Bonk, Ilona Perl, Regie: May Spils, Drehbuch: Werner Enke, May Spils, Rüdiger Leberecht, Produktion: Peter Schamoni, Kamera: Klaus König, Musik: Kristian Schultze, Ton: Horst Weiser, Clemens Brendel, Standfotos: Tim Klose, Schnitt: Ulrike Froehner, Heide Genèe, Aufnahmeleitung: Fred Zenker, Regieassistenz: Li Bonk, Kamera-Assistenz: Georg Gegenfurtner, Produktionsleitung: Peter Schröder, Sprache: Deutsch, Ton: Dolby Digital 1.0, Dolby Digital 2.0, Laufzeit: ca. 77 Min., Extras: Originaltrailer, Zwei Kurzfilme von May Spils von 1966: Das Portrait und Manöver (Länge je 10 Min), Werner Enke Ende 2012 über Geburtstage (Länge 10 Min.), Produktion D 1967, Logo Schamoni Film & Medien GmbH, Logo Ascot Elite Home Entertainment, Hinweis zum Urheberrecht, zur Nutzung und zum Copyright, ISBN Strichcode
Bild: DVD-Cover von "Zur Sache Schätzchen" mit Werner Enke & Uschi Glas


Wer streamt "Zur Sache Schätzchen" ? Ansehen kann man den ganzen Film online als Stream bei Amazon (» Zum Stream) oder in der Mediathek von "Alles Kino" (» Zur Mediathek).


Stab (Film-Crew)

Regie: May Spils (Maria-Elisabeth Spils)

Buch: Werner Enke, May Spils, Rüdiger Leberecht

Kamera: Klaus König

Regie-Assistenz: Li Bonk

Schnitt: Ulrike Froehner, Heidi Geneè

Kamera-Assistenz: Georg Gegenfurtner

Ton: Clemens Brendel / Horst Weiser

Standfotos: Tim Klose

Script: Halinka Drumm

Musik: Kristian Schultze

Aufnahmeleitung: Fred Zenker

Produktionsleitung: Peter Schröder

Produktion: Peter Schamoni

Filmverleih: Alpha Filmgesellschaft


Showdown-Szene mit Werner Enke wie er mit einer Pistole auf Rainer Basedow als Polizist zielt im Film Zur Sache Schätzchen
Showdown-Szene zwischen Werner Enke und Polizeichef Rainer Basedow am Ende des Films "Zur Sache Schätzchen"


Besetzung der Darsteller und Schauspieler (Cast)

Martin: Werner Enke

Barbara: Uschi Glas

Henry van Bosch: Henry van Lyck

Anita: Inge Marschall

Victor Block: Helmut Brasch

Wachhabender Polizist: Rainer Basedow

Wachtmeister: Joachim Schneider

Dichter im Lift: Martin Lüttge

Polizisten: Sascha Strigl, Peter Tambosi

Voyeur: Johannes Buzalski

Bettler: Fritz Schuster

Hausmeisterin: Elisabeth Volkmann

Filmproduzent: Horst Pasderski

Zoo-Wärter: Erwin Dietzel

Mutter im Zoo: Ursula Bode

Sekretärin von Block: Li Bonk

Anitas Freundin: Ilona Perl

Parfüm-Wolfgang: Gerd Sieger

 

Englischsprachiger Titel der Film- und Polizei-Komödie "Zur Sache Schätzchen" war "Go for it Baby".

 

Das Comic-Buch "Es wird böse enden" von Werner Enke ist in der 2. Auflage mit dem Daumenkino "Der Hammerwerfer" erschienen:

» Zur neuen Website 2022 mit dem Comic-Buch und Daumenkino

 

Bild mit gezeichneten Strichmännchen und Strichweibchen

 

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